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Erfolgreiche Städte? Erfolgreiche Stadtzentren!

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Ein erster Publikumsmagnet auf dem Stuttgarter Messestand war das „ZIA & ULI – MIPIM Kick Off“ am Dienstagabend. Es stand unter der Überschrift “Stadtumbau: Dynamische Treiber zur nachhaltigen Entwicklung innerstädtischer Räume”. Andreas Mattner, Präsident des Zentralen Immobilien Ausschusses e.V. (ZIA), erläuterte seine These, dass urbane Qualität in dynamisch wachsenden Städten nur dann zu erreichen sei, wenn es gelinge, wieder eine räumliche  Nähe von Arbeiten Wohnen und Freizeit herzustellen. „Solche Entwicklungen müssen nicht nur ökologische Zusammenhänge  berücksichtigen, sondern sie können auch wichtige gesamtökonomische Impulse geben. Angesichts der Investitionsvolumina schaffen das Öffentliche Hand und Investoren nur gemeinsam.“

IMG_2034_clarkGreg Clark, Senior Fellow ULI Europe & Chief Adviser for Cities at the World bank and OECD, ging das Thema Sustainability ganz systematisch an. “Natürlich gibt es die ökologische, auf die Umwelt bezogene Dimension von Nachhaltigkeit, welche die meisten Leute meinen, wenn sie den Begriff benutzen. Viele Städte haben hier in den vergangenen Jahren schon recht ordentliche Fortschritte gemacht. Auch die ökonomische Nachhaltigkeit ist eine wichtige Dimension. Die so genannte „physical sustainabliity“ wird schon sehr viel seltener betrachtet – sie umfasst beispielsweise den Zustand der Infrastruktur und der Bausubstanz. Bei der sozialen Nachhaltigkeit schließlich ist am meisten zu tun, auch oder gerade weil sie in der öffentlichen Diskussion oft vergessen wird. Investitionen in mehr Sicherheit, gute Gesundheitsvorsorge oder auch mehr Bildung sind beispielhafte Faktoren, die auf diese Dimension einzahlen.

Und warum sind unter diesem Blickwinkel die Stadtzentren so wichtig? „Ganz einfach,“ antwortet Clark, „weil die Zentren das Versprechen der Stadt einlösen. Leider ist das Problem immer mit dem Erfolg verbunden. Hochattraktive Städte, die eine große Zuwanderung aufweisen können, interessante Arbeitsplätze oder auch eine exzellente touristische oder kulturelle Infrastruktur – die müssen sich auch um verschmutzte Luft, verstopfte Straßen oder viel Müll kümmern.

Wie ist also Nachhaltigkeit für Stadtzentren zu erreichen? „Nur durch collaborative governance! Nur wenn die Bürger mit der Politik und der Verwaltung gemeinsam Stadtentwicklung praktizieren, kann das nachhaltig werden – das weiß ich aus internationaler Projekterfahrung in vielen großen Städten.“ Clark schloss seinen Beitrag mit dem eindringlichen Credo: „Es gibt keine erfolgreichen Städte, ohne dass ihre Zentren erfolgreich sind.“

IMG_2036_Hansen„Die mittelalterliche Stadt kann auch heute noch nützliche Anregungen bieten!“ – mit diesem zunächst überraschend klingenden Statement begann Bernhard H.Hansen, Vorstand Projektentwicklung CA Immo und Chairman Urban Land Institute (ULI) Germany, seinen Part des Dreier-Vortrags. „Früher gab es eine natürliche Durchmischung von Aktivitäten. Dann kam das Auto. Es erschien so wichtig, dass wir ihm die A-Ebene überlassen haben. Die Menschen mussten in den Untergrund, in die B-Ebene. Heute dagegen wollen wir Aufenthaltsqualität – auch und gerade im Zentrum. Das bedeutet neue Mobilitätskonzepte, neue Wohnformen, vielleicht auch ein neues Freizeitverhalten.“

Im Blick auf die Kommunen plädierte Hansen dafür, „keine Angst vor der Innenverdichtung“ zu haben. Flächen, die nicht mehr für die ursprüngliche Nutzung benötigt würden, seien ja vor allem städtebauliche Chancen. Finanzieren und realisieren lasse sich dies alles heute nur noch mit guter Planung und mit einer sinnvollen Taktung. „Natürlich verursacht es zusätzliche Kosten, wenn der Takt nicht eingehalten werden kann. Aber ich bin fest davon überzeugt, dass Störungen in der Taktung nur durch intensive Kommunikation mit den Bürgern zu vermeiden sind!“ Etwaige Zusatzkosten dafür dürfen uns nicht schrecken. Denn wenn wir in öffentliche Räume investieren, investieren wir auch in unser Eigentum.“

 

Bei der Partnerstadt zu Besuch

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Oberbürgermeister Fritz Kuhn nutzte heute Vormittag die Gelegenheit zu einem „Antrittsbesuch“ beim  Oberbürgermeister von Brünn, Roman Onderka. Brünn, ebenfalls mit einem großen Messestand auf der MIPIM vertreten, ist seit 1989 Partnerstadt von Stuttgart, so dass 2014 das 25-Jahres-Jubiläum ansteht. Neben diesen Vorbereitungen sprachen die beiden über den Ausbau der Wirtschaftsbeziehungen zwischen den Städten. Ein ganz besonderes Thema war aber die Verkehrsproblematik, die offensichtlich in Brünn und Stuttgart sehr ähnlich ist. Die zweitgrößte Stadt Tschechiens hat zwar mit rund 380.000 deutlich weniger Einwohner als Stuttgart, leidet aber ebenfalls unter Staus, Verkehrslärm und Feinstaubbelastung. Hier unterhielten sich die beiden Oberbürgermeister über einen engen Austausch und eine technische Zusammenarbeit bei modernen Mobilitätskonzepten.

Schneechaos in Deutschland?

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Der Besucheransturm am ersten Messetag hält sich noch in engen Grenzen. Inzwischen wissen wir auch warum. Während sich hier der Frühling von seiner angenehmen Seite zeigt, sind in Deutschland Flughäfen wegen schlechten Wetters gesperrt. Zahlreiche Gesprächstermine hier auf der Messe müssen deshalb verschoben oder abgesagt werden.

Auch für Cannes war noch vorgestern für heute ein Wetterumschwung vorhergesagt. Aber die Wettergötter hatten ein Einsehen: Zur Zeit ist auf der Stuttgarter Terrasse noch der Sonnenhut statt der Pudelmütze die bessere Wahl.

Erneuerbare Energien

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Manchmal machen einfach fehlende menschliche Energien einen Strich durch das Programm. Dr. Jan Dittmann, Rechtsanwalt und Partner in der HEUSSEN Rechtsanwaltsgesellschaft, wollte eigentlich um 11:30 Uhr mit dem Thema “Investment Erneuerbare Energien” den diesjährigen Vortragsreigen auf dem Stuttgarter MIPIM-Stand eröffnen – war aber durch Krankheit daran gehindert. Sein Kollege Christoph Hamm, Geschäftsführer von HEUSSEN, entschuldigte ihn und brachte als kleinen Trost zumindest mal die Präsentation mit,  die hier zum Download zur Verfügung steht. Das Thema ist hochaktuell: Die Chancen für Immobilieneigentümer durch die aktuelle Politikwende bei der Förderung Erneuerbarer Energien.

Und so sieht er aus…

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… der neue Messestand. Bewährtes Grunddesign, bewährte Technik, aber etwas mehr zugewandt dem Besucher. Nach wie vor – hoffentlich spielt das Wetter mit – wird die Terrasse mit Blick auf den Hafen ein bevorzugter Aufenthaltsort für die Gäste sein …

Stuttgarts neuer OB kommt nach Cannes

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Seit dem 7. Januar ist er im Amt. Fritz Kuhn ist der erste grüne Oberbürgermeister einer Landeshauptstadt in Deutschland. Nur wenige Tage nach seinem Amtsantritt hat OB Kuhn verkündet, dass er zur MIPIM in Cannes kommen und persönlich den Gemeinschaftsstand der Wirtschaftsförderung der Landeshauptstadt Stuttgart und des IWS Immobilienwirtschaft Stuttgart e.V. am ersten Messetag eröffnen wird.

Seine Zielvorstellung ist klar: „Ich will eine vielfältige, urbane Landeshauptstadt. Daher ist eine nachhaltige Stadtentwicklung Schwerpunkt meines Arbeitsprogramms“. Er sieht Stuttgart als Innovationstreiber – weit über die Grenzen der Stadt und des Landes hinaus. „In Stuttgart beschäftigen sich schon jetzt namhafte Experten aus Wissenschaft und Wirtschaft mit innovativen Technologien. Sie setzen Akzente bei der nachhaltigen Mobilität, dem ökologischen Bauen und der Umwelttechnik. Genau hier gilt es anzusetzen und die Clusterbildung voranzutreiben.“

Am 12. März 2013 um 17:30 Uhr wird Fritz Kuhn in Cannes in seiner Eröffnungsrede “Nachhaltigkeit – von der Sprechblase zur Realität” Einblicke in sein Arbeitsprogramm geben.