Archived entries for Events auf dem Stand

„Die Bilanz ist nachhaltig“

Wenn heute Nachmittag die MIPIM ihre Tore schließt, dann ist Ines Aufrecht, die Leiterin der Stuttgarter Wirtschaftsförderung, zufrieden über vier Tage intensiver Gespräche, interessante Veranstaltungen und nette Gäste auf dem Stand. Vor allem lag der Messeauftritt der Landeshauptstadt thematisch auf der richtigen Linie. „Bei uns war Sustainability wirklich keine Sprechblase mehr,“ sagt Ines Aufrecht mit dem Hinweis auf das Veranstaltungsprogramm auf dem MIPIM-Stand: „Schon mit seiner Eröffnungsrede hat unser Oberbürgermeister Fritz Kuhn die Position für Stuttgart klargemacht. Und zahlreiche Vortragende, von Greg Clark über Günther Oettinger bis zu Dr. Frank Heinlein haben den Begriff Nachhaltigkeit bei den traditionellen Brunch- und Sundowner-Talks auf dem Stand mit weiterführenden Gedanken angereichert und die Umsetzbarkeit aufgezeigt.“

Das Standkonzept in der Partnerschaft mit dem Verband Immobilienwirtschaft Stuttgart e.V. habe sich auch diesmal sehr bewährt. „Ich möchte die Gelegenheit wahrnehmen,“ so Aufrecht, „mich auch an dieser Stelle bei allen zu bedanken, die diesen wichtigen Messeauftritt vorbereitet und begleitet haben. Die Position der Stadt Stuttgart ist dadurch in der internationalen Immobilienszene weiter verstärkt worden.“

 

Die Vision einer nachhaltigen Stadt realisieren!

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“Nachhaltigkeit“ ist auf dieser MIPIM ein vielgebrauchter Begriff – und er zieht sich ja auch durch viele der Vorträge auf unserem Messestand. Aus der Sicht von Dr. Frank Heinlein, Director Business Communication bei der Werner Sobek Stuttgart GmbH & Co. KG, muss die Frage aber lauten: „Wie können wir Nachhaltigkeit zum selbstverständlichen Bestandteil unserer gebauten Umwelt machen?“

Wir kämpfen mit ausufernden Städten, endlosen Verkehrsstaus, krankmachendem Lärm und verschmutzter Luft. Aber eigentlich, sagt Heinlein, könnten wir alle diese Probleme heute schon lösen. „Schauen Sie sich beispielhaft das Auto an. Warum sind wir beim Bauen noch weit davon entfernt, was die Autoindustrie schon heute recyclieren kann? 50% des gesamten Mülls kommen in Deutschland aus dem Bauschutt!“ Deshalb seien die Ziele des Büros Sobek mit dem prägnanten Begriff „triple zero“ ® umschrieben: zero energy, zero emissions, zero waste (also 100% Wiederverwendbarkeit).heinlein_01

Dass dies keine Visionen in ferner Zukunft sind, belegte Heinlein an den bekannten Beispielen R128 (dem Stuttgarter Wohnhaus von Prof. Sobek), der Freiburger Altarinsel für den Besuch von Papst Benedikt XVI. oder dem Projekt F87, dem Berliner Effizienzhaus mit E-Mobilität. Besonders beeindruckend: Diese Konzepte funktionieren nicht nur bei Neubauten – wie er anhand von P12 zeigen konnte. Das Bestandsgebäude in Neu-Ulm aus den 30er-Jahren konnte u.a. mit Hilfe einer Vorsatzfassade in ein Plus-Energiehaus umgewandelt werden.

„Natürlich kommt es immer auf die Konzepte an,“ sagte Heinlein, „was dem Gebäude, der Zeit und dem Etat angemessen ist. So sind die bisherigen Programme zur Energie-Einsparung zwar richtig – aber sie sind eben nur ein kleiner Schritt auf dem Weg.“ So wichtig Themen wie das Dämmen vom Dach oder der Einbau von Solarkollektoren seien, so bliebe die Energiekosteneinsparung pro 1.000 Euro Investition doch leider immer im Bereich weniger Prozent. Lediglich die Hausautomation mit Einzelraumregelung bringe mit 9 Prozent eine signifikante „Hebelwirkung“.

heinlein_case_Study_Stgt_kFür die anwesenden Stuttgarter Gäste hatte er die Nachricht mitgebracht, dass es bald auch in der Landeshauptstadt ein „Case Study House“ ähnlich wie F87 zu besichtigen gäbe. Wie könnte es in Stuttgart anders sein: Auch hier spielt die Verbindung zwischen Haus und Elektromobilität eine große Rolle. Die Eröffnung ist für Ende 2013 / Anfang 2014 geplant.

 

 

 

Entwicklungen am Stuttgarter Immobilienmarkt

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Die Diskutanten aus dem Hause Ellwanger & Geiger, Björn Holzwarth, Mitglied des Direktoriums, und Ulrich Nestel, Leiter Büro- und Einzelhandelsvermietung, sowie die beiden Geschäftsführer von Colliers Bräutigam & Krämer, Michael Bräutigam und Frank Leukhardt hatten sich bestens vorbereitet, um unter der Moderation von Ines Aufrecht, der Leiterin der Stuttgarter Wirtschaftsförderung, ganz frische Ergebnisse von Studien zum Stuttgarter Markt vorzutragen. Die Veranstaltung musste aber drastisch abgekürzt und in kleineren Gesprächsrunden fortgesetzt werden, weil sich kurzfristig Dr. Jürgen Stark zu einem Besuch auf dem Stuttgarter Messestand angekündigt hatte. Kleiner Trost: Dafür steht die Präsentation hier zum Download.

Energieeffizienz: Die Kommunen sind gefordert

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Zur Begrüßung gab es gleich mal Lob für Stuttgart. „Dass Stuttgart der MIPIM treu geblieben ist,“ sagte Günther Oettinger zur Einleitung, „und jetzt deutlich über ein Jahrzehnt regelmäßig teilnimmt, das ist bestimmt auch eine der Grundlagen des Erfolgs unserer Landeshauptstadt im Konzert der großen deutschen Städte.“

Da es entgegen der Wettervorhersage abendsonnig und mild war, hatten wir den Vortrag kurzerhand und energieeffizient auf die Terrasse verlegt. Denn der Vortragstitel des EU-Kommissars lautete passend “Energieeffizienz – die Rolle der Stadt in der Energiepolitik Europas”.

Energieeffizienz heiße nicht nur Strom sparen, sondern vor allem das Realisieren eines intelligenten Mix. Die ganzheitliche Entwicklung von Gebäuden dürfe sich aber nicht nur auf Neubauten beziehen. Eine riesige Reserve für die Energieeffizienz sei im Bestand zu sehen. „Hier liegt übrigens eine tolle Chance für die deutsche Ingenieurs- und Industriekompetenz,“ betonte Oettinger, „denn wenn wir uns mit Verfahren profilieren, wie am Besten ältere Gebäude energetisch und nachhaltig modernisiert werden, dann ist dies ein weiterer Bereich, mit dem wir international punkten und unserem Ruf entsprechen können: Die Deutschen haben Lösungen für alle aktuellen technischen Probleme.“

„Sensibilität für die Energieeffizienz entsteht dort, wo man Energie teuer bezahlen muss. Die Unterschiede zwischen den europäischen Staaten und den anderen, die scheinbar Energie im Überfluss besitzen, zeigen das überdeutlich.“ Oettinger sieht allerdings die Möglichkeiten, rein marktwirtschaftlich das Energiesparen forcieren zu wollen, also über die stetige Anhebung des Preises, als eng begrenzt an. Intelligentere Lösungen seien gefragt, denn sonst seien auch negative Auswirkungen für die Wirtschaft wahrscheinlich.

Solche intelligenten Lösungen seien beispielsweise Konzepte wie smart grid und smart meter. Letztere versetzen einen mitdenkenden Verbraucher in die Lage, den Strom dann zu nutzen, wenn er preiswert ist. Denn zahlreiche Haushaltsgeräte müssen nicht zwingend dann in Betrieb sein, wenn die Industrie gleichzeitig ihre Nutzungsspitzen abruft. „Glauben Sie mir, die Wäsche wird nachts um zwei genauso sauber wie vormittags um neun.“

„Der größte Gebäudeeigentümer,“ rief Oettinger in Erinnerung, „sind kumuliert gesehen die Kommunen. Auch deshalb ist die Modernisierung im Bestand so wichtig. Und die Gemeinden dürfen sich nicht dagegen sträuben, sich auf gemeinsame Einsparziele zu verpflichten. Das Ziel, jährlich 3% Strom in öffentlichen Gebäuden einzusparen, darf nicht als zu teuer abgelehnt werden. Denn die Verbraucher könnten dies als Hinweis empfinden, Energieeffizienz lohne sich nicht. Und das wäre fatal.“

Internationale Projekte im Fokus

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Unter der bewährten Moderation von Frank-Peter Unterreiner, dem Chefredakteur des „Immobilienbriefs Stuttgart“, stellten vier Geschäftsführer von Drees & Sommer einige aktuelle Projekte vor. Thomas Jaissle machte den Anfang mit drei Projekten aus der Automobilbranche. Daimler im ungarischen Kecskemet, Ford im spanischen Valencia und Audi in Györ, ebenfalls in Ungarn.

IMG_2049aAuf die Frage des Moderators, wo die besonderen Herausforderungen bei solchen Projekten lägen, meinte Jaissle, es seien weniger sprachliche Barrieren oder kulturelle Differenzen, sondern vor allem die extrem  unterschiedlichen Genehmigungsverfahren in den einzelnen Ländern. Schwierig sei auch, wenn Drees & Sommer wie im Valencia-Projekt nicht von Anfang an in die Planung involviert worden sei, sondern „wir auf den fahrenden Zug aufspringen müssen“. Vorbildlich läuft nach seiner Einschätzung das Vorhaben Audi in Györ. „Hier kümmern wir uns um das komplette Projektmanagement, das heißt aber nicht nur um die Gebäude, sondern auch um die Schnittstelle zu den Produktionsanlagen. Auf diesem Gebiet haben wir in den vergangenen Jahren unser Know-how deutlich verstärkt.“

Josef Linder stellte die Sadarah International School Riyadh vor, eine große private Schule mit zahlreichen, innovativen Gebäuden. Besonders stolz ist Linder darauf, dass dieser Komplex als erstes Ensemble im arabischen Raum die LEED Gold Zertifizierung erreichen wird.

Die Freizeitanlage Sotschi Park in Russland und das Projekt Marmara Park Istanbul waren Ralph Scheers Themen. Letzteres ist ein Shopping-Center mit zahlreichen Freizeitangeboten, für das Drees & Sommer ECE beim Projektmanagement unterstützt hat.

IMG_2053aBernhard Unseld schließlich berichtete über einen Großauftrag von BASF. Weltweit sollen die Gebäude des Unternehmens nachhaltig aus- und aufgerüstet werden. Und nicht zuletzt China: Hierzu hatte sich Drees & Sommer schon zur vergangenen MIPIM ein bisschen in die Planung schauen lassen. Und jetzt, am 1. Februar 2013, konnte die Eröffnung des Audi Headquarters in Beijing gefeiert werden.

Wie man eigentlich an solche spannenden Projekte käme, wollte Moderator Unterreiner stellvertretend für das Publikum wissen. Braucht man vielleicht exzellente, persönliche Kontakte in die Politik? Nein, war die nüchterne Antwort, wir sind einfach nur in den interessanten Zielländern präsent. „Unsere Strategie heißt  follow your clients,” verdeutlichte Linder. „Mit 33 Standorten der Drees&Sommer-Gruppe weltweit sind wir ja schon ganz gut aufgestellt.“

„Aber es werden in absehbarer Zeit noch drei oder vier mehr,“ verriet Unseld. „Ein schöner Nebeneffekt, der sich schon 2013 abzeichnete, ist übrigens, dass unsere Kunden in den über 30 Ländern uns nach möglichen Investitionen in Deutschland fragen. Und das kann unsere heimische Immobilienwirtschaft ja auch gut brauchen.“

 

Runder Tisch

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Um den Dialog zwischen Stadt und Immobilienwirtschaft zu pflegen, hatte OB Kuhn für den Mittwochmorgen zu einem kleinen Frühstück mit Vertretern der Immobilienwirtschaft und der Stadt eingeladen. Der IWS, der Verband Immobilienwirtschaft Stuttgart e.V., hatte dieses Gespräch gewünscht, und die MIPIM war die beste Gelegenheit für diesen Auftakt. Teilnehmer waren neben Oberbürgermeister Fritz Kuhn, der Leiterin der städtischen Wirtschaftsförderung Ines Aufrecht und Baubürgermeister Matthias Hahn der Vorstandsvorsitzende des IWS, Peter Brenner, der Geschäftsführer von Colliers Bräutigam und Krämer, Michael Bräutigam, der persönlich haftende Gesellschafter des Bankhauses Ellwanger & Geiger, Mario Caroli sowie Frank Talmon l’Armée,  Geschäftsführer der NORD-SÜD Hausbau.

Die Zukunft der Urbanität

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In seinem Eröffnungsvortrag “Nachhaltigkeit – von der Sprechblase zur Realität” zeigte sich der Stuttgarter OB Fritz Kuhn davon überzeugt, dass eine Stadt wie Stuttgart „alles auf die Karte Innovation setzen“ müsse. „Immerhin sind bei uns in der Region 4 Prozent der Beschäftigten in Forschung und Entwicklung tätig, während es im Bundesdurchschnitt nur 1 Prozent sind.“ Trotz der wichtigen großen Unternehmen („alles in der ersten Liga“) dürfe man den Vorteil nicht unterschätzen, dass 98% der Unternehmen in der Region Stuttgart weniger als 100 Mitarbeiter hätten – der Mittelstand als ein wichtiger Garant für Flexibilität und Innovation.

„Mehr als die Hälfte der Stuttgarter Fläche ist Natur, also Wald, Landwirtschaft oder Parks. Dazu kommt die Tatsache, dass wir schuldenfrei sind und einen Grünen OB haben – wenn das nicht beste Standortfaktoren sind?“ Aber OB Kuhn stellte auch drei schmerzliche Mängel fest: „Wir haben zuwenig bezahlbaren Wohnraum, der Autoverkehr bringt uns zu viele Staus, zu viel Lärm und zu viel Feinstaub in die Stadt und die Energiewende steckt bei uns erst in den Kinderschuhen.“ Deshalb sei für ihn oberstes Ziel, dass auch bei energetischer Sanierung der Wohnraum bezahlbar bleibe. Das Programm SIM, das Stuttgarter Innenentwicklungsmodell werde fortgesetzt. Ein ebenfalls wichtiges Gebot der Urbanität sei die soziale Durchmischung.

„Alle großen neuen Projekte,“ betonte Kuhn, „müssen immer energieplus sein, also mehr Energie produzieren als sie verbrauchen. Ich weiß, dass dies für Investoren und Bauherren eine Herausforderung ist, aber ich weiß auch, dass wir künftig als Stadt nur erfolgreich sind, wenn wir der langfristigen Wertsteigerung den Vorzug vor der  schnellen Rendite geben.“

„Sie kennen die Stuttgarter als streitbares Völkchen,“ schloss Kuhn seinen Vortrag, „aber das ist eben der Unterschied zwischen Berlin und Stuttgart. In Berlin wird gestritten, weil schlecht gebaut wurde. Wir streiten lieber vorher – damit gut gebaut wird.“

Erfolgreiche Städte? Erfolgreiche Stadtzentren!

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Ein erster Publikumsmagnet auf dem Stuttgarter Messestand war das „ZIA & ULI – MIPIM Kick Off“ am Dienstagabend. Es stand unter der Überschrift “Stadtumbau: Dynamische Treiber zur nachhaltigen Entwicklung innerstädtischer Räume”. Andreas Mattner, Präsident des Zentralen Immobilien Ausschusses e.V. (ZIA), erläuterte seine These, dass urbane Qualität in dynamisch wachsenden Städten nur dann zu erreichen sei, wenn es gelinge, wieder eine räumliche  Nähe von Arbeiten Wohnen und Freizeit herzustellen. „Solche Entwicklungen müssen nicht nur ökologische Zusammenhänge  berücksichtigen, sondern sie können auch wichtige gesamtökonomische Impulse geben. Angesichts der Investitionsvolumina schaffen das Öffentliche Hand und Investoren nur gemeinsam.“

IMG_2034_clarkGreg Clark, Senior Fellow ULI Europe & Chief Adviser for Cities at the World bank and OECD, ging das Thema Sustainability ganz systematisch an. “Natürlich gibt es die ökologische, auf die Umwelt bezogene Dimension von Nachhaltigkeit, welche die meisten Leute meinen, wenn sie den Begriff benutzen. Viele Städte haben hier in den vergangenen Jahren schon recht ordentliche Fortschritte gemacht. Auch die ökonomische Nachhaltigkeit ist eine wichtige Dimension. Die so genannte „physical sustainabliity“ wird schon sehr viel seltener betrachtet – sie umfasst beispielsweise den Zustand der Infrastruktur und der Bausubstanz. Bei der sozialen Nachhaltigkeit schließlich ist am meisten zu tun, auch oder gerade weil sie in der öffentlichen Diskussion oft vergessen wird. Investitionen in mehr Sicherheit, gute Gesundheitsvorsorge oder auch mehr Bildung sind beispielhafte Faktoren, die auf diese Dimension einzahlen.

Und warum sind unter diesem Blickwinkel die Stadtzentren so wichtig? „Ganz einfach,“ antwortet Clark, „weil die Zentren das Versprechen der Stadt einlösen. Leider ist das Problem immer mit dem Erfolg verbunden. Hochattraktive Städte, die eine große Zuwanderung aufweisen können, interessante Arbeitsplätze oder auch eine exzellente touristische oder kulturelle Infrastruktur – die müssen sich auch um verschmutzte Luft, verstopfte Straßen oder viel Müll kümmern.

Wie ist also Nachhaltigkeit für Stadtzentren zu erreichen? „Nur durch collaborative governance! Nur wenn die Bürger mit der Politik und der Verwaltung gemeinsam Stadtentwicklung praktizieren, kann das nachhaltig werden – das weiß ich aus internationaler Projekterfahrung in vielen großen Städten.“ Clark schloss seinen Beitrag mit dem eindringlichen Credo: „Es gibt keine erfolgreichen Städte, ohne dass ihre Zentren erfolgreich sind.“

IMG_2036_Hansen„Die mittelalterliche Stadt kann auch heute noch nützliche Anregungen bieten!“ – mit diesem zunächst überraschend klingenden Statement begann Bernhard H.Hansen, Vorstand Projektentwicklung CA Immo und Chairman Urban Land Institute (ULI) Germany, seinen Part des Dreier-Vortrags. „Früher gab es eine natürliche Durchmischung von Aktivitäten. Dann kam das Auto. Es erschien so wichtig, dass wir ihm die A-Ebene überlassen haben. Die Menschen mussten in den Untergrund, in die B-Ebene. Heute dagegen wollen wir Aufenthaltsqualität – auch und gerade im Zentrum. Das bedeutet neue Mobilitätskonzepte, neue Wohnformen, vielleicht auch ein neues Freizeitverhalten.“

Im Blick auf die Kommunen plädierte Hansen dafür, „keine Angst vor der Innenverdichtung“ zu haben. Flächen, die nicht mehr für die ursprüngliche Nutzung benötigt würden, seien ja vor allem städtebauliche Chancen. Finanzieren und realisieren lasse sich dies alles heute nur noch mit guter Planung und mit einer sinnvollen Taktung. „Natürlich verursacht es zusätzliche Kosten, wenn der Takt nicht eingehalten werden kann. Aber ich bin fest davon überzeugt, dass Störungen in der Taktung nur durch intensive Kommunikation mit den Bürgern zu vermeiden sind!“ Etwaige Zusatzkosten dafür dürfen uns nicht schrecken. Denn wenn wir in öffentliche Räume investieren, investieren wir auch in unser Eigentum.“

 

Erneuerbare Energien

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Manchmal machen einfach fehlende menschliche Energien einen Strich durch das Programm. Dr. Jan Dittmann, Rechtsanwalt und Partner in der HEUSSEN Rechtsanwaltsgesellschaft, wollte eigentlich um 11:30 Uhr mit dem Thema “Investment Erneuerbare Energien” den diesjährigen Vortragsreigen auf dem Stuttgarter MIPIM-Stand eröffnen – war aber durch Krankheit daran gehindert. Sein Kollege Christoph Hamm, Geschäftsführer von HEUSSEN, entschuldigte ihn und brachte als kleinen Trost zumindest mal die Präsentation mit,  die hier zum Download zur Verfügung steht. Das Thema ist hochaktuell: Die Chancen für Immobilieneigentümer durch die aktuelle Politikwende bei der Förderung Erneuerbarer Energien.

Stuttgarts neuer OB kommt nach Cannes

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Seit dem 7. Januar ist er im Amt. Fritz Kuhn ist der erste grüne Oberbürgermeister einer Landeshauptstadt in Deutschland. Nur wenige Tage nach seinem Amtsantritt hat OB Kuhn verkündet, dass er zur MIPIM in Cannes kommen und persönlich den Gemeinschaftsstand der Wirtschaftsförderung der Landeshauptstadt Stuttgart und des IWS Immobilienwirtschaft Stuttgart e.V. am ersten Messetag eröffnen wird.

Seine Zielvorstellung ist klar: „Ich will eine vielfältige, urbane Landeshauptstadt. Daher ist eine nachhaltige Stadtentwicklung Schwerpunkt meines Arbeitsprogramms“. Er sieht Stuttgart als Innovationstreiber – weit über die Grenzen der Stadt und des Landes hinaus. „In Stuttgart beschäftigen sich schon jetzt namhafte Experten aus Wissenschaft und Wirtschaft mit innovativen Technologien. Sie setzen Akzente bei der nachhaltigen Mobilität, dem ökologischen Bauen und der Umwelttechnik. Genau hier gilt es anzusetzen und die Clusterbildung voranzutreiben.“

Am 12. März 2013 um 17:30 Uhr wird Fritz Kuhn in Cannes in seiner Eröffnungsrede “Nachhaltigkeit – von der Sprechblase zur Realität” Einblicke in sein Arbeitsprogramm geben.